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Aachen: Neugestaltung Freibad-Gebäude

Verwirrende Wegeführungen und Barrieren sind im Freibad in Aachen bald Geschichte: Ein Ersatzneubau des Bestandsgebäudes für den Umkleidebereich ermöglicht einen erleichterten Zugang für Menschen mit Behinderung. Zudem wird das Freibad deutlich nachhaltiger.

Als einziges Freibad in Aachen ist das Freibad Hangeweiher in den Sommermonaten der Treffpunkt für alle wasserbegeisterten Menschen. Dem bereits mehr als 150 Jahre alten Freibad wurde in den 1960er und 1970er Jahren ein Gebäude hinzugefügt. Dieses Gebäude mit seinen Warm- und Frischluftumkleiden, der Badleiterwohnung sowie eines Zugangs- und Kassengebäudes ist jedoch überdimensioniert und in Teilen umständlich in der Nutzung, was an konzeptionellen Schwächen liegt. Hinzu kommen eine irreführende Wegeführung, nicht barrierefreie Rampenanlagen und Schadstoffvorkommen wie Asbest, künstliche Mineralfasern, Holzschutzmittel und Schwermetalle. Um den etwa 130.000 Gästen pro Jahr ein angenehmeres Freibaderlebnis zu ermöglichen, soll nun ein Ersatzneubau für das Bestandsgebäude entstehen.

Die Gebäudefläche wird dabei fast halbiert, während die Barrierefreiheit in einem umfangreichen Maße umgesetzt werden kann. Dazu gehören breite Durchgänge und Drehsperren, taktile Bodensysteme, breite Flure und kontrastierende Farben in den sanitären Anlagen und Umkleiden. Mit Blick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz wird die in Teilen bereits regenerative Wärmeerzeugung um ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk ergänzt. Hinzu kommen Photovoltaik-Module zur Energieerzeugung. Ein wichtiger Schritt ist zudem die Begrünung der Flachdächer und eine damit einhergehende Förderung der Biodiversität. Mit den Sanierungsmaßnahmen wird das Angebot für junge Menschen attraktiver gestaltet, indem zusätzliche Arbeits- und Aufenthaltsräume geschaffen werden. Dadurch leistet die Sanierung des Kunsthauses einen besonderen Beitrag zur sozialen Integration, da im ländlichen Raum die Integration bei Schulklassen mit einem Migrationsanteil von 30% besonders wichtig ist. Zudem wird die Nutzergruppe des Kulturhauses erweitert und die soziale Integration von Menschen mit Behinderung gefördert. Denn mit der Errichtung eines Außenaufzugs wird der Zugang zu den Obergeschossen für ältere Menschen erleichtert und für Menschen mit Behinderungen erst ermöglicht. Durch die Erneuerung der technischen Anlagen und energetische Sanierung werden Beiträge zum Klimaschutz geleistet. Letztendlich wird mit den neu angebotenen Kursen und Workshops eine nachhaltige und langfristige Nutzung erzielt.

Bildergalerie

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Stadt-/Gemeindetyp:
Großstadt

Einwohnerzahl:
(Stand: 31.12.2020)248.900

Schwerpunkt:
Sport

Maßnahmentyp:
Sanierung

Finanzierung
(Stand: 20.09.2022)
  • Gesamtkosten:
    4.764.414,19 €
  • Bundesförderung:
    148.500,00 €
  • Eigenmittel:
    3.279.414,29 €

Zuwendungsempfänger:

Stadt Aachen

Bauherr:

Stadt Aachen

Projektstart:
2022

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