Sanierungserfolge in den Kommunen: Freibäder feiern Wiedereröffnung, Sporthalle vor Modernisierung
Mit dem Start der Bauarbeiten an der Sporthalle und einer neuen Mensa in Alfeld sowie der Wiedereröffnung der sanierten Freibäder in Freudenberg und Edesbüttel werden wichtige kommunale Infrastrukturprojekte vorangetrieben.
Spatenstich zur Sanierung der Dohnser Sporthalle in Alfeld (Leine)
Mit einem symbolischen Spatenstich starteten am 6. Mai 2026 offiziell die Bauarbeiten für den Neubau der Mensa sowie der Sanierung der Sporthalle der Dohnser Schule in Alfeld. Dabei handelt es sich um den ersten von insgesamt drei geplanten Bauabschnitten. Für die neue Mensa wird ein dreigeschossiger Bau zwischen dem Schulgebäude und der Sporthalle errichtet. Im unteren Bereich dieses Gebäudes sollen die Umkleiden der Sporthalle entstehen und im ersten Stock die Mensa. Bürgermeister Bernd Beushausen blickte während seiner Ansprache in der Schulsporthalle auf seine Jugendzeit zurück und stellte fest: „Ich bin in dieser Halle hier quasi auch sportlich groß geworden und habe hier mit Judo angefangen.“
Die Planungen für den Neubau der Mensa und die Erneuerung der Sporthalle sei aus seiner Sicht ein Musterbeispiel dafür, wie ein Schulträger mit seinen Schulen umgeht. So erinnerte er zunächst daran, dass bereits im Jahre 2013 eine Machbarkeitsstudie für die Sanierung und Erweiterung der Dohnser Schule erstellt wurde, die in den Jahren 2022 und 2023 nochmals überarbeitet wurde. Wie Beushausen berichtete, habe die Stadt Alfeld für den ersten Bauabschnitt, also die Sanierung und Erweiterung der Dohnser Schule, zunächst Fördermittel des Bundes in Höhe von 1,7 Millionen Euro für die Sanierung der Sporthalle erhalten. Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK). „Mit einem zweiten Förderantrag für den Neubau der Mensa kamen weitere 620 000 Euro hinzu“, so der Verwaltungschef. „Die Bauarbeiten erfolgen nun im laufenden Schulbetrieb“, stellte Beushausen fest. Dies sei insbesondere für das Lehrerkollegium nicht gerade einfach. „Insofern schätzen wir die Zusammenarbeit mit der Schule sehr“, betonte der Bürgermeister. Mit Blick auf die geplante Fertigstellung der Arbeiten des ersten Bauabschnitts Ende des Jahres 2027 rief er abschließend dem Lehrerkollegium zu: „Bis dahin wünsche ich weiterhin starke Nerven“.
Freibad in der Gambach in Freudenberg nach Sanierung wieder geöffnet
Nach zweieinhalb Jahren umfangreicher Modernisierung hat das Freibad in der Gambach am 6. Mai 2026 wieder seine Tore geöffnet und startet in die neue Badesaison. Schwimmmeister Stephan Goeke ließ die ersten Gäste um Punkt 10 Uhr auf das frisch sanierte Gelände. Trotz nur 10 Grad Außentemperatur und leichtem Nieselregen herrschte gute Stimmung. Den ersten Kopfsprung in die neue Freibad-Ära wagte der Anwohner Markus Marberg: „Ich habe die Bauarbeiten zweieinhalb Jahre miterlebt, jetzt will ich auch sehen, wie es geworden ist.“
Die Stadt Freudenberg hat rund fünf Millionen Euro in die Modernisierung der Freizeitanlage investiert, wovon 2,2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stammen. Ziel war es, das Freibad technisch und optisch grundlegend zu erneuern und fit für die Zukunft zu machen. So wurde das große Becken in einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich aufgeteilt und komplett mit Edelstahl ausgestattet. Auch die Wassertechnik sowie sämtliche Rohrleitungen wurden erneuert.
Neben der technischen Modernisierung entstanden neue Wege und barrierefreie Zugänge. Attraktionen wie ein 3-Meter-Sprungturm, ein Wasserspielplatz und eine Breitwellenrutsche sollen besonders Familien und junge Gäste ansprechen. Zudem wurden die Umkleidebereiche saniert. Für mehr Nachhaltigkeit sorgen künftig eine Photovoltaikanlage auf den Dächern sowie eine Wärmepumpe.
Beiträge lokaler Medien:
Freibad Edesbüttel nach Millionen-Sanierung feierlich wiedereröffnet
Das Freibad in Edesbüttel erstrahlt nach einer umfassenden Sanierung pünktlich zum Saisonbeginn in neuem Glanz. Für rund 4,5 Millionen Euro wurde die beliebte Anlage, die weit über die Region hinaus von Schwimmenden, Badenden und Familien geschätzt wird, grundlegend modernisiert und nun feierlich wiedereröffnet.
Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus sprach von einem „ganz besonderen Tag“ und zeigte sich erleichtert, dass alle Bauarbeiten abgeschlossen sind und das Bad bei bestem Wetter wieder öffnen konnte. Besonders hob er die Bundesförderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro hervor, die durch den Einsatz des Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil ermöglicht worden sei. Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt kaum realisierbar gewesen, so Gaus.
Die Planungen für die Sanierung reichen bis ins Jahr 2015 zurück. Nach mehreren Etappen, Machbarkeitsstudien und Förderanträgen begann 2024 der Rückbau des alten Bades, bevor 2025 der Neubau mit moderner Technik, neuen Becken und Außenanlagen umgesetzt wurde. Herzstück der Erneuerung sind die Edelstahlbecken, die künftig den Wartungsaufwand deutlich reduzieren, Energie sparen und den Einsatz von Chemikalien verringern. Zudem sorgen moderne Filteranlagen, energieeffiziente Pumpen und eine Solarheizung für einen nachhaltigen Betrieb.
Auch der 50-Meter-Schwimmerbereich, eine Wellenrutsche im Nichtschwimmerbecken sowie barrierefreie Zugänge gehören weiterhin zum Angebot. Für zusätzliche Freude sorgt ein neuer Kioskbetreiber mit dem klassischen „Freibadpommes“-Angebot. Staatssekretär Sören Bartol bezeichnete die Förderung als wichtiges Signal für starke kommunale Infrastruktur. Die Wiedereröffnung sei ein Gewinn für die gesamte Region und ein Beispiel gelungener Zusammenarbeit von Bund und Kommune.
Beiträge lokaler Medien:
Gifhorner Rundschau, 13.05.2026, zugangsbeschränkt




