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Sanierung der Eispiste und der Kältetechnik am Kunsteisstadion in Straubing

Im Kunsteisstadion der Stadt Straubing wird die Eispiste erneuert und mit einer Bodendämmung versehen sowie die komplette Kälteanlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dadurch wird der Energiebedarf erheblich gesenkt und Treibhausgase eingespart. Gleichzeitig wird auf eine ökologisch verträgliche Kühlungsvariante umgestellt.

Das Eisstadion wurde 1967 als Freiluftstadion errichtet und seitdem beständig umgebaut und erweitert. Seit 2006 die Straubing Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielen, wurde das Stadion aufgrund der DEL-Vorgaben in ein geschlossenes Eisstadion umgewandelt und um entsprechende Ausstattung wie Beleuchtung Presse- und VIP-Bereich erweitert. An der Technik und der Eispiste selbst wurden keine Sanierungen vorgenommen. Aufgrund der Unebenheit des Bodens wird unter hohem energetischen Aufwand auf der Piste eine Eisfläche mit sehr unterschiedlicher Mächtigkeit gebildet. Auch die fehlende Dämmung zum Erdreich verursacht große Energieverluste. Die zur Produktion der Kälte notwendigen Verdichter werden noch mit Wasser aus dem angrenzenden Moosbach gekühlt. Das erwärmte Wasser wird wieder in den Moosbach geleitet ebenso wie die Schneereste der Eishobelmaschine, was aus ökologischer Sicht nicht verträglich ist. Die Genehmigung zum Weiterführung dieser Verfahrensweise läuft daher in naher Zukunft aus.

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wird nun eine Schneegrube errichtet, in der der Schnee mit der Abwärme der Verdichter zum Schmelzen gebracht wird und anschließend in die städtische Kanalisation geleitet wird. Generell ist geplant, eine geregelte Abwärmenutzung zu installieren, die auch der Wärmeversorgung des Gebäudes (Umkleiden etc.) dient. Die Kühlung der Verdichter wird zukünftig auf Luft umgestellt. Zur Reduzierung des Kältebedarfs wird die komplette Piste abgetragen, mit einer Dämmung zum Erdreich versehen, die Verrohrung für den Transport des Kältemittels gleichmäßig verteilt und die Oberfläche der Piste in eine Ebene gebracht. Aufgrund der vorgesehenen baulichen Maßnahmen sowie der technischen Umstellung auf effizientere Maschinen und Anlagenkomponenten werden erhebliche Mengen an Kälte und Strom eingespart, was zu einer Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen führt.

Das Eisstadion trägt mit seiner Vielzahl an Angeboten wesentlich zur sozialen Integration sowohl in der unmittelbaren Umgebung als auch in der weiteren Region bei. Als Gemeinbedarfseinrichtung steht das Eisstadion allen Bewohnern zur Verfügung. Es wird für den Schulsport, durch verschiedenste Vereine sowie für öffentlichen Eislauf oder Sonderveranstaltungen wie Eisdisko genutzt. Die Einrichtung hat sich auch als interkultureller Standort etabliert. Das Eisstadion wird als Austragungsort internationaler Wettkämpfe wie Gäubodenvolksfest-Cup oder friendWorks-Cup genutzt. Im Rahmen von Schulprojekten treffen sich Übergangsklassen mit ihren Patenklassen zum gemeinsamen Eislauf. Das Jugendamt organisiert gemeinsames Eislaufen mit unbegleiteten jugendlichen Asylbewerbern. Karitative Einrichtungen wie die Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Kreiskinderhaus, Bildungsstätte St. Wolfgang in Straubing nutzen das Eisstadion regelmäßig – teils eigenständig, teils unter Betreuung des Eis-Hockey-Clubs Straubing. Der EHC Straubing e. V. ist ein „anerkannter Integrationsverein“ im Rahmen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ des Deutschen-Olympischen-Sportbundes und des Bayerischen Landessportverbandes.

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