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Sanierung des Freibades

Im vorliegenden Projekt soll das Freibad im Markt Zell im Fichtelgebirge grundlegend saniert werden. Es wurde im Jahr 1972 in seiner jetzigen Form errichtet und liegt am Ortsrand Marktes, rund 450 Meter vom Ortskern entfernt und ist leicht zu erreichen. Es besteht aktuell aus zwei Becken, wobei das größere Schwimmerbecken bereits im Jahr 2015 gesperrt werden musste, da es nicht mehr den aktuellen Vorschriften entspricht. Dadurch ist die Nutzung für den Schwimmsport derzeit stark eingeschränkt. Die Technik und Bauwerke befinden sich in sehr schlechtem Zustand. Die Hygienevorschriften können nur mit großem Energie- und Wasserverbrauch eingehalten werden und die Beheizung erfolgt ausschließlich mit fossilen Brennstoffen. Mit der Sanierung sollen die Becken neu strukturiert, langfristig nutzbar gemacht und mit erneuerbaren Energien beheizt werden.

Gerade im ländlichen Raum hat ein Freibad neben Kindertageseinrichtungen und Schulen einen hohen Einfluss auf ansiedlungswillige Familien und wirkt sich demografisch positiv aus. Ein Wegfall des Bades würde die Attraktivität des Marktes erheblich schwächen und einen weiteren Bevölkerungsrückgang als auch die Zunahme der Nichtschwimmer weiter begünstigen. Das Freibad ist ein wichtiger Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung. Besonders mit der Neuanlage eines Baby- und Kleinkinderbeckens ist zukünftig die Nutzung für alle Altersklassen möglich. Mit der barrierefreien Gestaltung des Zugangs zum Bad und Eingangs zum Becken wird das Bad der demografischen Entwicklung gerecht und erweitert die Nutzergruppe um Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Damit leistet das Projekt einen besonderen Beitrag zur sozialen Integration vor Ort.

Durch die geplanten Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken haben für die Zukunft bereits die DLRG, der Förderverein Freibad Zell, der Jugendgemeinderat, die Kindertagesstätte und verschiedenen Schulen Interesse zur Ausrichtung von Kursen und Veranstaltungen im Freibad angemeldet. Es werden daher mehr Besucher als die aktuellen 13.000 im Jahr prognostiziert und es kann von einer nachhaltigen und langfristigen Nutzung des Freibades ausgegangen werden.

Mit der Verkleinerung der Gesamtfläche der Becken und der neuen Ultrafiltrationsanlage wird erheblich Wasser eingespart. Zusammen mit der teilweisen Energiegewinnung durch erneuerbare Energien (Absorbermatten) unterstützt das Projekt auch die Umwelt- und Klimaschutzziele des Bundes.

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