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Sanierung eines Freibades

Im Projekt soll das Freibad in Groß-Umstadt saniert werden, da sich seit längerer Zeit erhebliche, sich verschärfende Substanzschäden zeigen, die bedingt durch Gründungsprobleme und veraltete technische Anlagen auftreten. Im Vorfeld wurden verschiedene Alternativen geprüft, ob die Schieflage des Beckens durch eine Sanierung im Bestand oder durch Neubau erfolgen soll. Aus wirtschaftlichen und Tragwerksicherheitsgründen wird ein Neubau bevorzugt.

Die Standortanalyse führt im Hinblick auf das Stadtentwicklungspotential zur Nutzung des bisherigen Standortes. Das Freibad befindet sich am Stadtrand in einem Quartier bestehend u.a. aus Sportstadion, Beachvolleyballfeld, Tennisanlage, Skateranlage. Das Freibad wird aktuell als Freizeit- und Erholungsort von der gesamten Bevölkerung, sowie von den Schulen und Vereinen für Schwimmausbildung und Training genutzt.

Das Planungskonzept der Freibadsanierung sieht ein neues Multifunktionsbecken mit verschiedenen Teilbereichen, eine Rutschanlage und ein separates Kinder-/ Kleinkinderbecken auf einer gemeinsamen „Badeplatte“ vor. Dadurch steht das Freibad allen Altersgruppen zur Verfügung. Neben den öffentlichen Nutzern und dem Schwimmsport der Schulen und Vereine wird aktuell auch ein Schwimmunterricht für Geflüchtete durchgeführt. Zur sozialen Integration von Menschen unterschiedlicher sozialer und geografischer Herkunft ist das Projekt von wichtiger Bedeutung. Die Modernisierung des Bades und Installation der Rutschanlage wird das Freibad qualitativ aufwerten und die Attraktivität steigern. Durch die bestehende überregionale Bekanntheit der Stadt wird die Aufwertung des Quartiers auch über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregen.

Die Anbindung des ÖPNV und die topografischen Bedingungen des Freibades bieten die Möglichkeit der kompletten Barrierefreiheit und erweitern die Benutzergruppe um Menschen mit Handicap. Behindertenstellplätze in unmittelbarer Nähe des Eingangs, kurze Wege zwischen den Funktionsbereichen, Orientierungssysteme und Ausstattungselemente wirken weiterhin unterstützend bei der Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Die durchschnittlichen Besucherzahlen von 52.000 pro Jahr, die im Sommer 2018 sogar auf 76.000 anstiegen und die Benutzung durch Schulen, DLRG und Tauchvereinen machen einen langfristigen Bedarf des Freibades deutlich.

Die Beckenerwärmung und Warmwasserbereitstellung soll über erneuerbare Energieträger bereitgestellt, der zukünftige Gesamtenergiebedarf kann perspektivisch über eine Solarstromanlage erbracht werden. Die Verkleinerung des Beckens aufgrund von Schätzungen zum benötigten Wasserflächenbedarf führt zu Einsparungen der benötigten Energieversorgung und unterstützt damit die Klimaschutzziele des Bundes

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