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Sanierung eines Sportkomplexes

Im Projekt sollen wesentliche Funktionsteile des Nordsee-Stadions in Bremerhaven saniert werden, dabei handelt es sich um den ersten Bauabschnitt. Das Stadion umfasst mehrere Sporthallen, eine Schwimmhalle und Nebenanlagen und ist die größte Sportanlage in der Unterweserregion, abgesehen von Bremen und Oldenburg. Die Sportstätte hat mit über 250.000 Besuchern jährlich eine große, überregionale Bedeutung. Hauptnutzer der Sportstätte ist der Olympische Sportclub Bremerhaven (OSC) mit fast 3.000 Mitgliedern. Der Sportclub betreibt integrative Arbeit mit behinderten Sportfreunden und hat seine Angebote in den vergangenen Jahren um Programme für Migranten erweitert. Mit Ausnahme der Schwimmhalle ist die Anlage höchst sanierungsbedürftig und es besteht die Gefahr, dass die Stätte der erfolgreichen und langjährigen Arbeit, insbesondere des OSC, mittelfristig nicht mehr zur Verfügung steht. In einer der einkommensschwächsten Städte Deutschlands ist ein Ausbau von Kinder- und Jugendarbeit und integrativer Angebote für behinderte Sportler, aber auch Migranten, dringend geboten. Die hier vorgesehene nachhaltige Sanierung ist daher von zentraler Bedeutung für die Stadt. Der OSC veranstaltet jährlich das Bremerhavener Behinderten-Sportfest und setzt dabei auf eine seit Jahren bestehende Kooperation mit den Behindertenwerkstätten in Bremerhaven. Trotz dieses jahrelangen Engagements ist die bestehende Anlage nur in geringem Maß barrierefrei, diese Anpassung ist daher ein wichtiger Teil des hier beschriebenen Projektes. Im Ergebnis kann der Verein Rollstuhlsport wie Rollhockey und Rollbasketball anbieten. Die begonnenen Initiativen im Bereich der Arbeit mit Migranten können dann in den steigenden Zahlen von Bürgern der Stadt mit Migrationshintergrund gerecht werden, wenn die Gebäude und Anlagen saniert und besser zugänglich werden. Neben den Bemühungen des OSC hat das Nordsee-Stadion für die gesamte Stadt als Veranstaltungsort von Fußball oder American Football eine Flaggschiffbedeutung. Das Stadion wird außerdem für zahlreiche andere, kleinere Veranstaltungen genutzt, wie Spielturniere von Kitas, Wettkämpfe lokaler und regionaler Vereine, Freundschaftsspiele, Lehrgänge und Kurse. Nicht zuletzt bieten Schulen hier ihren Sportunterricht an und führen die Bundesjugendspiele durch. Das Stadion dient dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der sozialen Integration in einer Stadt, die auf ein solches Angebot auf keinen Fall verzichten kann.

Mit der planerischen Einbeziehung der vorliegenden Nutzungsansprüche sowie der barrierefreien Ausgestaltung der gesamten Außen- und Innenanlage verfolgt das Projekt einen innovativen konzeptionellen und baulichen Qualitätsanspruch. Auch die geplante Umsetzung nachhaltiger energetischer Konzepte unterstützt diesen Aspekt und trägt zudem noch durch den geplanten Einsatz erneuerbarer Energie und der damit verbundenen Minderung der Treibhausgasemissionen zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung bei.

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