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Ersatzneubau eines Hallenbades

Im Projekt soll das abgängige städtische Hallenbad aus dem Stadtteil Rehme in der Stadt Bad Oeynhausen als Ersatzneubau am Freibad Sielbad realisiert werden. Der Ersatzneubau wird weiterhin das einzige Sport- und Vereinshallenbad in der Stadt Bad Oeynhausen sein und trägt damit einen bedeutenden Beitrag zur sozialen Infrastruktur bei. Nach Eröffnung der Ortsumgehung und dem damit einhergehenden geplanten Rückbau des alten Trassenverlaufs einer Bundesstraße wird die Trennung zwischen der Innenstadt und dem Sielpark-Areal als Standort des neuen Hallenbades zukünftig aufgehoben. Der Ersatzneubau soll somit zu einer Verbesserung des unmittelbar angrenzenden Innenstadtquartiers beitragen und sich als Ort der Kommunikation und Integration entwickeln. Dem Hallenbad kommen damit eine gute regionale Bedeutung sowie überregionale Strahlkraft zu.

Das Bad soll sowohl den Schulen und Kitas als auch zahlreichen Vereinen sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Das Gymnasium, zwei Realschulen, die Gesamtschule und sechs Grundschulen bzw. Grundschulverbünde werden das Bad für das Schulschwimmen nutzen. Zudem gehören die DLRG, der Schwimmverein Bad Oeynhausen und der Verein für Bewegung-Sport-Gesundheit in Bad Oeynhausen zu den regelmäßigen Nutzern.

Der Bau des Hallenbades mit fünf 25-Meter-Bahnen und einem Mehrzweckbecken ermöglicht werktäglich trotz Schulschwimmens eine durchgehende Nutzung durch die Öffentlichkeit. Die Öffnungszeiten werden an die Bedürfnisse der Öffentlichkeit angepasst, zum Beispiel für Frühschwimmen als auch mit Öffnungszeiten am frühen Abend und am Wochenende. Gruppen- und Einzelumkleiden sind kombiniert und barrierefrei, auch die sanitären Anlagen werden inklusiv ausgebaut, so dass auch beeinträchtigte Menschen diese nutzen können und eine Differenzierung von Menschen mit und ohne Handicap nicht mehr erforderlich ist. Alle Altersklassen und Gesellschaftsgruppen sollen so als Zielgruppen angesprochen werden.

Durch das separate Schwimmbecken mit Hubboden im abgetrennten Mehrzweckraum sind für die Schwimmgäste Therapien und Reha-Sport, Aufwärmgymnastik sowie spezielle Angebote, z.B. zur Wassergewöhnung, für Menschen mit Beeinträchtigung, für Menschen mit Migrationshintergrund oder Kinder möglich. Entsprechender Bedarf wurde u.a. durch die Vereine an die Stadt Bad Oeynhausen herangetragen. Der Mehrzweckraum kann zu Wettkämpfen auch als Aufenthaltsfläche genutzt werden. Sofern das separate Schwimmbecken nicht anderweitig genutzt wird, kann es (insbesondere am Wochenende) mit mobilen Spielgeräten ausgestattet werden und so als Kinderspielbecken fungieren.

Die Wärme für das Hallenbad soll in Kraft-Wärme-Kopplung über ein Blockheizkraftwerk, ergänzt durch einen Spitzenlastkessel, erzeugt werden. Der erzeugte Strom wird im Hallen- und Freibad selbst genutzt. Zur Deckung der Stromspitzen im Sommer wird eine Photovoltaikanlage installiert, im Rahmen der Lüftungstechnik kommt eine hocheffiziente Wärmerückgewinnungsanlage zum Einsatz. Das Regenwasser wird über eine Zisterne gesammelt und für die Grünanlagenbewässerung genutzt.

Mit der planerischen Einbeziehung der vorliegenden Nutzungsansprüche sowie der barrierefreien Ausgestaltung des gesamten Gebäudes verfolgt das Projekt einen innovativen konzeptionellen und baulichen Qualitätsanspruch. Auch die geplante Umsetzung nachhaltiger energetischer Konzepte unterstützt diesen Aspekt und trägt zudem noch durch den geplanten Einsatz erneuerbarer Energien und der damit verbundenen Minderung der Treibhausgasemissionen zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung bei.

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