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Quartiersumbau „An der Mühle“ auf Norderney

Das Quartier „An der Mühle“ wird zum soziokulturellen Mittelpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner ausgebaut, indem die Aula des Schulzentrums zu einer Mehrzweckhalle umfunktioniert, der Platz an der Mühle zu einem attraktiven Quartiersplatz gestaltet, das Sportzentrum saniert und umgebaut sowie das Haus der Begegnung barrierefrei zugänglich gemacht werden.

Auf der Insel Norderney liegen aufgrund der beschränkten Fläche und intensiven touristischen Nutzung besondere Verhältnisse vor. Auf dem Wohnungsmarkt liegt ein enormer Druck, da es lukrativer ist, Immobilien touristisch zu vermarkten als Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Daher ist es sehr schwer, funktionierende Wohn- und Stadtquartiere zu schaffen, die nicht außerhalb der Saison verwaist sind und in denen ein aktives und lebendiges Gemeindeleben möglich ist.

Dem Projekt kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Das Quartier „An der Mühle“ wird im Rahmen der Schaffung von neuem städtischem bezahlbarem Wohnraum erneuert und verdichtet. Dafür wurde eigens ein Quartierskonzept erstellt. In diesem wurde verankert, dass Beherbergungsstrukturen für diesen Standort ausgeschlossen werden und die bestehenden Gemeinbedarfseinrichtungen wie Schulzentrum, Haus der Begegnung und Sportzentrum bestehen bleiben. In diese Situation wurde nun das Projekt zum Umbau und zur Attraktivierung der im Quartier „An der Mühle“ vorhandenen Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen integriert. Hierbei handelt es sich um ein Zusammenspiel aus verschiedenen Maßnahmen, die einerseits die Wohnqualität des Quartiers steigern und andererseits schlüssig zusammenwirken sollen, um umfassende und integrierte Angebote zu schaffen, die zu einem aktiven Gemeindeleben beitragen und dieses fördern.

Die Einrichtungen werden durch verschiedene soziale Gruppen mit unterschiedlichen Angeboten genutzt, zum Beispiel Schul-, Senioren- und Vereinssport in den Sportanlagen, Jugendliche im Haus der Begegnung, Kinder und Familien auf dem Quartiersplatz. Auch die zukünftige Mehrzweckhalle der Schule (ehemalige Aula) wird neben der Schulnutzung zukünftig auch durch die Stadt, die Arbeiterwohlfahrt, Laientheatergruppen, Chor, Basare, Krabbelgruppen und andere belegt werden.

Um niemanden von der Nutzung der Angebote und Einrichtungen auszuschließen, werden im Rahmen des Projektes alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um für alle Einrichtungen einen barrierefreien Zugang zu schaffen und eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen.

Ein weiteres wichtiges Ziel im Projekt ist die energetische Ertüchtigung und Sanierung der Einrichtungen, um zukünftig Energie einzusparen und dadurch die Treibhausgas-Emissionen zu mindern. Dafür wird die Heizungsanlage der Sporthalle auf eine effiziente Fußbodenheizung umgestellt, Dach und Fassade der Aula gedämmt, die Heizung ertüchtigt und eine effiziente Lüftung eingebaut. Bei der Wahl der Beleuchtung wird auf verbrauchsarme LED-Leuchten zurückgegriffen. Auf dem Dach der Sporthalle soll zudem eine Photovoltaik-Anlage installiert werden, um regenerativen Strom zu produzieren und die umgebenden Einrichtungen mit Strom zu versorgen. Alle genannten Maßnahmen tragen dazu bei, den Energiebedarf der Einrichtungen, die derzeit einen großen Anteil am kommunalen Energieverbrauch haben, zu senken.

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Newsmeldungen

| Norderney | Sport

Sport verbindet auch auf der Insel Norderney

Mit der Wiedereröffnung der Sporthalle des TuS Norderney konnte die Fertigstellung eines Teilbereichs im Gesamtprojekt Quartiersumbau „An der Mühle“ gefeiert werden. Sport und die damit verbundene Vereinskultur sind ein tragendes Element der Insel-Gemeinde.

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