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Sanierung des Schoeler-Schlösschen

Im vorliegenden Projekt soll das Schoeler-Schlösschen in Berlin im Stadtteil Wilmersdorf saniert werden. Es ist das älteste Gebäude Wilmersdorfs aus dem 18. Jahrhundert und liegt in einem dicht bebauten Wohngebiet im alten Ortskern von Wilmersdorf. Die Außenhülle des Gebäudes wurde 2011 saniert und der innere Bereich entkernt. Seitdem steht es im Rohbauzustand leer. Innerhalb der Bevölkerung führt der Leerstand des Hauses zu öffentlicher Kritik und Beschwerden an die Bezirksverwaltung und Politik. Vereinzelte Veranstaltungen wie Baustellenkonzerte erfreuten sich reger Besucherzahlen, wodurch die Forderung nach der Wiedereröffnung des Schoeler-Schlösschens größer wurde. Die hohe Nachfrage lässt eine langfristige und nachhaltige Nutzung des Objektes über die Zweckbindungsfrist erkennen. In der unmittelbaren Umgebung befindet sich kein Ort für vergleichbare kulturelle Veranstaltungen. Nach dem Beschluss der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft von 2017 sollten pro 5.000 Einwohner 200 m² kulturelle Fläche zur Verfügung stehen. Mit aktuell 97 m² kann die Wiedereröffnung langfristig dazu beitragen, die Unterversorgung an Kultureinrichtungen zu beheben.

Mit der Sanierung des Gebäudes wird ein Ort wiederbelebt, der kulturelle Vielfalt abbildet, den interkulturellen Dialog fördert sowie deren Kompetenz stärkt. Damit trägt das Projekt einen besonderen Teil zur sozialen Integration in einem Stadtteil bei, der durch Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft geprägt ist. Mit der geplanten Wiedereröffnung wird ein Ort geschaffen, der für jeden zugänglich ist und Menschen zusammenführt, die sonst nicht miteinander in Kontakt kommen würden. Da das Haus zurzeit nur temporär im Erdgeschoss nutzbar ist, soll mit der Sanierung der restlichen Etagen deren Nutzung wieder ermöglicht sowie mit dem Einbau eines Aufzugs die vollständige Barrierefreiheit im Haus gewährleistet werden. Damit wird Menschen mit Handicap die Teilhabe an allen zukünftigen Veranstaltungen ermöglicht und deren Integration in die Gesellschaft gefördert. Durch die wiedergewonnenen Räume kann ein breites Angebot an Aktivitäten ermöglicht werden, was die Nutzergruppen weiter vergrößert. Das Projekt wird schon jetzt regional und überregional wahrgenommen, da zu jeder Aktion eine Pressemitteilung veröffentlicht wird. Das Schoeler-Schlösschen besitzt als ältestes Haus des Stadtteils eine besondere baukulturelle Qualität, die es mit dem Projekt zu erhalten und weiter zu steigern gilt. Die Erneuerung der gesamten Technik (Strom, Heizung, Wasser-Abwasser) und der Isolierung des Daches bewirken eine Verringerung der Wärmeverluste und des Energiebedarfs, wodurch die Umwelt- und Klimaschutzziele des Bundes unterstützt werden.

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